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Hintergrund
Gesucht: Flächen für Flüchtlingsunterkünfte.

Unterkunftsplätze dringend gesucht

2015 verzeichnete Hamburg einen starken Zuzug von Flüchtlingen. Damit stand Hamburg vor der Herausforderung, in kurzer Zeit zahlreiche Unterkünfte schaffen zu müssen.

Die meisten Flüchtlinge kommen zunächst in Erstaufnahmen unter, in denen sie maximal sechs Monate leben können. Für die Zeit danach muss Hamburg Folgeunterkünfte errichten. Viele der notwendigen Unterkunftsplätze wurden seitdem eingerichtet und neugebaut, häufig begleitet durch intensive Diskussionen über Standorte, Größe und gerechte Verteilung der Unterkünfte im Stadtgebiet.

Wo sind geeignete Standorte für weitere Flüchtlingsunterkünfte?

Die Stadtfläche von Hamburg wird intensiv genutzt. Wohnungsbau, Industrie- und Gewerbeflächen, Straßen, öffentliche Plätze, Parks und Grünanlagen, Sportplätze, der Hafen, Flughafen, Landschafts- und Naturschutzgebiete und vieles mehr – alle Funktionen einer Stadt benötigen Platz. Die verbleibende Stadtfläche ist heiß begehrt, denn für die wachsende Stadt Hamburg müssen neue Wohnungen und Arbeitsorte geschaffen werden. Die Suche nach geeigneten Flächen für Flüchtlingsunterkünfte ist deshalb nicht einfach.

Alle Hamburgerinnen und Hamburger wurden aufgefordert, bei der Suche mitzumachen.

Mit FindingPlaces wurden die Hamburger Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich an der Suche nach geeigneten Standorten zu beteiligen. Die Suche sollte durch CityScopes – interaktive Stadtmodelle – in der HafenCity Universität unterstützt werden. Näheres über die CityScopes lesen Sie hier:

> Kurz erklärt: CityScopes

Für alle Hamburger Bezirke wurden Workshops angeboten, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am interaktiven Stadtmodell geeignete Flächen in ihrem Bezirk ausfindig machen und diskutieren konnten. Jede Teilnehmerrunde konnte so Vorschläge für neue Unterkunftsstandorte erarbeiten. Alle Standortvorschläge wurden zusammen mit den Kommentaren und den Empfehlungen für die Zahl der dort zu schaffenden Unterbringungsplätze an die Stadt zur Prüfung weitergegeben.

Wonach genau wurde in den Workshops gesucht?

Gesucht wurden in den Workshops ausschließlich städtische Flächen für Flüchtlingsunterkünfte. Die Flächen sollten mindestens 1500 m² groß sein – diese Fläche benötigt man für etwa 50 bis 80 Unterbringungsplätze.

Flächen, für die z. B. Baurecht geändert oder erst geschaffen werden muss, konnten zwar auch diskutiert werden, standen aber nicht im Fokus des Projektes, denn es würde zu viel Zeit benötigt, um die Umsetzung möglich zu machen. Gefundene Flächen sollten innerhalb von 14 Tagen auf die tatsächliche Eignung geprüft werden.

Warum wurden in den Workshops keine privaten Flächen gesucht? Eine Prüfung privater Flächen kann nur durch deren Eigentümerinnen und Eigentümer veranlasst werden. Über städtische Flächen dagegen kann die Stadt schnell entscheiden, sie müssen im Gegensatz zu privaten Flächen nicht erst gekauft oder gemietet werden. Die Stadt kann zügig mit den Bauvorbereitungen beginnen.

Sie sind Eigentümerin oder Eigentümer einer privaten Fläche?

Als Eigentümerin oder Eigentümer einer privaten Fläche haben Sie die Möglichkeit, diese der Stadt für die Unterbringung von Flüchtlingen anzubieten. Sprechen Sie bitte die Meldestelle der Stadt per E-Mail an:

> Nachricht senden