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Workshops
Darüber wurde gesprochen.

Zurück zur Sachlichkeit.

Die bunt gemischten Gruppen in den Workshops bestanden aus bis zu 20 Personen. Ein zentrales Anliegen war es, die Lokalexpertise und Ortskenntnisse der Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen. Diese können z.B. durch gewöhnliche Alltagspraktiken wie regelmäßiges Joggen einer bestimmten Strecke, durch Kenntnis über den Schulweg der Kinder oder durch Spaziergänge mit dem Hund vorhanden sein.

So war es im Projekt möglich, die Statistiken und Daten der Stadt zu potentiellen Flächen mit den Alltagsbeobachtungen der Teilnehmerinnen und -teilnehmer zusammenzuführen. Hierzu gehören beispielsweise Aussagen darüber, wie stark oder wenig genutzt ein Park oder eine Sportanlage tatsächlich ist. Diese galt es, in dem Projekt FindingPlaces zu erforschen und zu diskutieren. Es ging um die Frage, wie Bürgerinnen und Bürger Flächen beurteilten – auch um getroffene politische Prämissen in Frage stellen zu können.

Grundsätzlich war die Gesprächsatmosphäre während der zweistündigen Workshops konstruktiv und sachlich. Dies wurde durch die Konzeption der Workshops befördert: Die Bürgerinnen und Bürger mussten am interaktiven Modell ganz konkrete Vorschläge für Flüchtlingsunterkünfte machen. Hierdurch kam es weniger zu allgemein politischen Diskussionen. Auch die professionelle Moderation und die Möglichkeit, auf die Expertise von Bezirksvertreterinnen und -vertretern sowie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ZKF zurückzugreifen, erhöhten die Sachlichkeit der Diskussion.

 

Eine Auswahl der am häufigsten diskutierten Themen:

 

Flächensucher

 

Es gab auch kritische Stimmen:

Gewünscht wurde, stärker über die Umnutzung schon bestehender Gebäude sowie andere konzeptionelle Lösungen, z. B. eine Aufstockung von Gebäuden oder die Schließung von Baulücken, zu diskutieren.

Ebenso wurde angemahnt, dass auch private Flächen Teil der Suche hätten sein sollen.

Immer wieder kam die Sorge auf, dass die geplante temporäre Bebauung eine Wegbereitung für eine spätere Bebauung ist.

Es wurde gefragt, warum man für die Beteiligung an die HCU Hamburg kommen müsse und diese nicht direkt in den Stadtteilen stattfinden würde.

 

Lösungsorientiert denken.

Die Forschungsfrage des CityScienceLabs lautete, wie digitale Techniken die Bürgerbeteiligung sinnvoll fördern können. Das Projekt FindingPlaces brachte dabei sehr konstruktive Diskussionen und Entscheidungsgrundlagen hervor. Es zeigte sich, dass pauschale (und ideologische) Aussagen im Verlauf der Workshops abnahmen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer realisierten, wie schwierig komplexe Flächendiskussionen in einer wachsenden Stadt wie Hamburg sind.

Mit Hilfe der moderierten Workshops am interaktiven Stadtmodell war es stadtweit möglich, konkrete Flächen zu betrachten und zu diskutieren. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer begannen aufgrund der Aufgabenstellung, auf der Sachebene nachzudenken und Vorschläge zu nennen.

So wurden die Anwesenden aufgefordert, lösungsorientiert zu denken: Wenn an einem bestimmten Ort keine Unterkunft gebaut werden soll, wo dann?